ALICE PERAGINE

I AM HERE TO PROTECT YOU

07.09. — 23.11.2019

Vernissage: 06.09.2019, 18 Uhr, mit Ausstellungsrundgang, 19 Uhr

Finissage: 23.11.2019, 14 – 16 Uhr

Öffnungszeiten: Do und Fr 16 – 20 Uhr, Sa 12 – 16 Uhr

Mit der Einzelausstellung I Am Here to Protect You zeigt die deutsch-amerikanische Künstlerin Alice Peragine und Villa-Romana-Stipendiatin 2020 neue Forschungs-ergebnisse ihrer Zusammenarbeit mit dem Institut für Leichtbau und Kunststoff-technik (ILK) an der Technischen Universität Dresden (TU Dresden). In Performances, Installationen und Fotografien untersucht sie, inwieweit Technik Machtstrukturen und Kontrollmechanismen, aber auch Freiheit und Schutz individueller und gesellschaftlicher Handlungsspielräume bedingt.

Kuratorin: Sophie Goltz

Foto: Alice Peragine

In Kooperation mit dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden

Seit 2018 forscht Peragine an der TU Dresden in Zusammenarbeit mit dem ILK zur Wirkung von Leichtbaumaterialien in der Mobilitätsindustrie. Sie verfolgt dort ihr künstlerisches Interesse an dem Verhältnis von menschlichen Körpern und schützender Technologie. Technoide Machstrukturen in Bezug auf die ihnen zu Grunde liegenden materiellen und technologischen Verfahren sind Untersuchungsgegenstand in Peragines Werk – und damit auch Möglichkeiten, in denen Körper und Technik einander ähnlich werden und sich wechselseitig ergänzen.

 

Erste Ergebnisse stellte sie im Frühjahr 2019 in einer performativen Versuchsanordnung im Rahmen des Projekts „Dear Humans, ...“ der Kustodie der TU Dresden vor. Lag der Fokus in der Performance auf der Interaktion mit nicht-humanen technologischen Akteuren, geht es in der Einzelausstellung im Kunstverein Dresden um utopische Fragen: Wie kann der menschliche Körper im 21. Jahrhundert geschützt werden angesichts eines systemischen Ausfalls, sei es der planetarische Klimakollaps oder die Kontrollgesellschaft und im Kleinen etwa das Versagen von Materialien im Crash? Was bleibt von Körper, Technik und Material? Ausgehend von diesen Überlegungen zeigt die Künstlerin neue Fotografien und Skulpturen in einer poetisch-fragilen Rauminstallation.

 

Alice Peragine (geb. 1986 in München) lebt und arbeitet in Hamburg. Ihre Werke und Performances wurden in einer Reihe von Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Ausstellungsraum VIS, Hamburg (2018), der Bangkok Art Biennial, Bangkok (2018), und der Sammlung Falckenberg, Hamburg (2018).

Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz

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